Wohnen & Standort

Wohnraum - nachhaltige Entwicklung

Ziel ist die Entwicklung von sozial gemischten, barrierearmen und nachhaltigen Quartieren.

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Wohnungen für Singles, Familien, ältere Menschen, Menschen mit Beeinträchtigung, Studierende und Alleinerziehende.

In Pohlheim-Hausen und Garbenteich entstehen in den nächsten Monaten zwei neue Wohnbaugebiete die den Bedarf an Wohnungen entspannen dürfte. Für die Zukunft werden wir wahrscheinlich weitere Baugebiete benötigen.

Im Fokus stehen selbstverständlich folgende Punkte:

1. Bebaute Flächen mehrfach nutzen

Der Wohnraum in Pohlheim ist derzeit angespannt. Erste Schritte können sein:

Leerstände aktivieren, Gebäude aufstocken, Baulücken schließen, Parkplätze überbauen, Brachflächen umnutzen.

In diesem Zuge sollten wir den demografischen Wandel nicht aus den Augen lassen und Gemeinschaftsräume, Innenhöfe, Nachbarschaftstreffs schaffen.

Eine moderne Wohnung soll an die Lebensphasen anpassbar sein, z.B. durch teilbare Räume oder barrierearme Nachrüstung.

Es ist für die Zukunft wichtig kurze Wege zu schaffen. Wohnen, Nahversorgung, Bildung, Betreuung, Freizeit und Mobilität möglichst nah zusammenbringen. Dies kann eine nachhaltige Lebenskultur bedeuten.

2. Bezahlbarer Wohnraum

Die allgemeine Entwicklung der Gesellschaft muss von Vereinsamung und den sozialen Abstieg schützen. Der Anteil geförderter Wohnungen ist eine Herausforderung für die Gemeinschaft, dies sollte z.B. über Bebauungspläne, städtebaulichen Verträge oder Konzeptvergabe festgelegt werden.

Die Grundstücke sollen nicht nach Höchstpreisen verkauft werden, sondern nach sozialer Mischung, Nachhaltigkeit, Mietpreise und Gemeinwohl.

3. Barrierearm gestalten

Schon heute müssen wir an morgen denken, wie wir die modernen Wohnräume und öffentliche Plätze sowie Gebäude planen. Stufenarme Erschließung sicherstellen damit Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühle die Räume, egal in welcher Phase man sich befindet, genutzt werden können. Dies trägt zur Nutzung der eigenen Räumlichkeiten bis ins hohe Alter da. Auch das Umfeld muss mit einer klaren Wegeführung, kontrastreichen Gestaltung sowie sozialen Angebote ergänzt werden.

4. Nachhaltigkeit und Schwammstadt

Wasser ist ein kostbares Element, hier müssen wir den Umgang neu lernen. Das Regenwasser soll in der Zukunft nicht sofort in den Kanal ableitet werden. Das Sammeln, Speichern, Versickern und Verdunsten zahlt auf ein besseres Klima in der direkten Umgebung ein. Zur weiteren Kühlung sollen Gründächer und Fassadenbegrünungen für die Kühlung dienen. Auch die Entsiegelung von asphaltierten Flächen zahlen auf das Konto ein. Steingärten sollen gegen Grünflächen ersetzt werden um weitere Kühlungseffekte zu erhalten. Die Pflanzung resilienter Bäume ist nach heutiger Sicht eine unverzichtbare Maßnahme um in der Zukunft eine Verschattung zu erhalten.

5. Arbeitsplätze entwickeln

Das neue Gewerbegebiet wird dazu beitragen, dass für die Zukunft neue Arbeitsplätze entstehen und somit der Pendelverkehr zu den Metropolen abnimmt. Wohnraum und Arbeitsplatz in direkter Nähe sind die besten Voraussetzungen um sich in Pohlheim niederzulassen.

Durch die Ansiedlung von neuem Gewerbe stehen der Jugend neue Ausbildungsplätze zur Verfügung.

6. Mobilität und Erreichbarkeit

Pohlheim setzt nach und nach das Radverkehrsnetz innerorts um. Die Umsetzung ist in den meisten Bereichen mit viel Aufwand verbunden. Für neue Wege muss der entsprechende Platz geschaffen werden, dass heißt für andere Verkehrsteilnehmer, dass Veränderungen akzeptiert werden müssen. Im gleichen Zuge werden Abstellanlagen errichtet um die Fahrräder sicher unterzubringen. Auch die barrierearme Mobilität muss bei diesem Umbau bedacht werden.

7. Soziale Infrastruktur und Quartiersleben

Für die neuen Wohngebiete müssen die öffentlichen Plätze, Spielplätze und Treffpunkte für verschiedene Altersgruppen mit geplant werden. Durch diese Strukturen wird die Nachbarschaft gestärkt. Durch klare Sichtachsen und gepflegte öffentliche Räume wird die Sicherheit und das Wohlgefühl gestärkt. Kurze Wege zu Arztpraxen und Nahversorgern tragen zu diesem Gefühl dazu bei.

8. Umsetzung und Steuerung

Alle genannten Punkte zahlen auf das Konto der Zukunft ein. Selbstverständlich müssen alle Bausteine zu jedem Vorhaben geprüft werden. Auch die Wirtschaftlichkeit wird dabei eine Rolle spielen. Zielgerichtet werden die Maßnahmen nachgerüstet z.B. Abstellanlagen für Fahräder, barrierefreie Bushaltestellen, Grünflächenkonzept, u.v.m.. Weitere Punkte sind in der Vorbereitung und sollen nach und nach umgesetzt werden.

Ich setzte mich für bezahlbare Wohnräume und eine nachhaltige Entwicklung ein.

Gemeinsam für Pohlheim!

Pohlheim verbindet Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz – Garbenteich-Ost als Musterbeispiel

Das Gewerbegebiet Garbenteich-Ost ist auf einem guten Weg. Wenn alles nach Plan läuft, können 2027 die ersten Ansiedlungen erfolgen.

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Das Gewerbegebiet Garbenteich-Ost ist auf einem guten Weg. Nachdem der Verwaltungsgerichtshof in Kassel im Februar dieses Jahres den zuvor verhängten Baustopp aufgehoben hat, konnten erste Arbeiten zügig aufgenommen werden. Dem folgt eine Pause beim weiteren Ausbau vom 15. März bis 01. Oktober aus naturschutzrechtlichen Gründen. Dann geht es weiter. Wenn alles nach Plan läuft, können 2027 die ersten Ansiedlungen erfolgen.

Damit wäre eine lange Planungsgeschichte positiv abgeschlossen worden. Dieses Gebiet wurde bereits Anfang der 2000er Jahre im Regionalplan als Bevorratungsfläche für ein Gewerbegebiet verankert. Erste Planungen zielten auf die Errichtung eines Outletcenters, das allerdings auf breite Ablehnung in Pohlheim und darüber hinaus gestoßen war. Die Stadtverordnetenversammlung hat dann entschieden, das Areal Garbenteich-Ost für die Ansiedlung neuer Gewerbetriebe vorzusehen. Damit wurde eine große Lücke geschlossen, denn es bestand und besteht sowohl für Pohlheimer Firmen als auch für andere im Landkreis und darüber hinaus ein enormer Bedarf an gewerblich zu nutzenden Flächen.

Zugleich wollte und will die Stadt erreichen, dass neue qualifizierte Arbeits- und auch Ausbildungsplätze entstehen. Auch der Ausbau von Kooperationen zwischen Gewerbebetrieben und den Hochschulen in Gießen wurde ins Spiel gebracht. Und schließlich hatten Stadtverordnetenversammlung, Bürgermeister und Magistrat auch im Blick, dass die Stadt für ihre wichtigen Aufgaben in der Zukunft zusätzliche Einnahmen benötigt.

Die weitere Entwicklung wurde einem Investor übertragen. Ein städtebaulicher Vertrag zwischen der Stadt Pohlheim und dem Investor hat festgeschrieben, dass insbesondere Gesichtspunkte des Umweltschutzes einen hohen Stellenwert bekommen. Das Gewerbegebiet Garbenteich-Ost gliedert sich in drei Bereiche:

  • Eine 45.000 Quadratmeter große Fläche, die an das Wohngebiet des Admonter Ringes anschließt, ist für Gewerbe, das keine störenden Auswirkungen auf die Umgebung haben wird, und als Mischgebiet vorgesehen. Es ist dabei sichergestellt, dass sich Lärm- und andere Emissionen in dem Rahmen halten, der in Wohngebieten üblich ist.
  • Danach folgt ein Gewerbegebiet, etwa 90.000 Quadratmeter groß.
  • Und schließlich soll im nördlichen Bereich an der A5 ein 120.000 Quadratmeter großes Industriegebiet mit größeren Betrieben erschlossen werden. Allerdings hat die Stadt festgelegt, dass dort kein Großlogistik-Unternehmen, kein Hotelbetrieb, keine Spielhöllen und auch kein Autohof entstehen dürfen.

Im Rechtsstreit mit dem NABU ging es u.a. um die Schaffung von Ausgleichsflächen für die auf dem Gebiet ansässige Feldlerchen-Population. Diese wurden inzwischen von dem Investor ausgewiesen. Weitere ökologische Maßnahmen wurden eingeleitet. So wurde das Siedlungsbiet insgesamt um etwa ein Drittel gegenüber der ursprünglich geplanten Größe verringert. Des Weiteren sind Blühstreifen und die Begrünung nicht bebauter Flächen durch extensives Grünland, Baum- und Heckenbestände vorgesehen.

Der Investor plant überdies eine Nahwärmeversorgung vor allem für die Wohn- aber auch für die Gewerbebetriebe. Planungsrechtliche Festsetzungen machen zur Auflage, dass im Mischgebiet mindestens 30 Prozent und im Gewerbe- und Industriegebiet mindestens 15 Prozent der Dachflächen für die Nutzung von PV-Anlagen vorgesehen werden. Darüber hinaus müssen Dachflächen begrünt werden, ersatzweise ist eine Fassadenbegrünung vorzusehen.

Daneben ergeben sich aus dem Baurecht klare Auflagen für den Schutz vor Lärm- und Lichtemissionen.

Die Planungen sehen vor, dass die Zufahrt zum Gewerbegebiet über den kürzesten Weg von der A5 über Fernwald und die Landstraße nach Lich erfolgen soll. Auf dem Gelände selbst gibt es keine Durchfahrtsstraße, die dazu führen könnte, dass der Zu- und Abgang über Dorf-Güll erfolgt. Vielmehr solle über Google-Maps erreicht werden, dass Dorf-Güll nicht belastet wird.

Zum Bebauungsplan „Garbenteich Ost“ liegt eine schalltechnische Untersuchung vor, die die Lärmsituation für das geplante Gewerbe- und Industriegebiet sowie für die umliegende Wohnbebauung bewertet. Ziel des Gutachtens ist es, die zulässigen Geräusche des Gebietes so festzulegen, dass die bestehenden Wohnbereiche geschützt bleiben.

Pohlheimer Unternehmen und aus dem Umkreis haben ihr Interesse an der Ansiedlung bekundet. Wirtschaftlichkeit ist die Voraussetzung dafür, dass Einkommen und damit Steuereinnahmen sowie Sozialabgaben generiert werden. Eher vorsichtige Schätzungen gehen davon aus, dass der Stadt Pohlheim aus Grund- und Gewerbesteuern rund eine halbe Millionen Euro pro Jahr zufließen werden. Deshalb ist es wichtig, dieses Projekt konsequent zu verfolgen.

Aber auch das andere ist richtig: Wir haben nur die eine Erde. Es muss mit ihr schonend und verantwortungsbewusst umgegangen werden. Daher ist es gut, wenn etwa vom NABU naturschutzrechtliche Gesichtspunkte verstärkt angemahnt werden. Aber auch der Naturschutz braucht ökonomische Ressourcen. Und schließlich steht die Stadt Pohlheim vor wichtigen Investitionen im Sozialen. Die Stadt erweitert und modernisiert ihr Angebot an Kitaplätzen, baut ihre Jugendarbeit kräftig aus und fördert den Leistungs- und Breitensport. Das Hallenbad muss dringend saniert werden. Also steht Wirtschaftlichkeit auch für Soziales. Zusammen mit Umweltschutz prägen sie die Politik Pohlheims.

Gemeinsam für Pohlheim!

Tourismus - Gutes Potential!

Tourismus in Pohlheim hat ein gutes Potenzial, vor allem wegen der Lage zwischen Gießen und Wetterau, der guten Verkehrsanbindung und Nähe zu Natur- und Ausflugszielen. Damit sich der Bereich entwickelt, braucht Pohlheim ein klares Profil und keine zu breite Ansprache. Besonders wichtig sind Natur- und Radtourismus.

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Auch lokale Ziele wie Feste, Vereine, Geschichte, Kirchen oder Hofläden sollten stärker sichtbar gemacht werden, damit Tagesgäste einen echten Anreiz haben. Dazu kommt eine bessere Online-Präsenz mit aktuellen Veranstaltungen, einfachen Infos und guten Bildern.

Die Entwicklung ist eine Investition in die Zukunft von Pohlheim, die ich voll und ganz unterstütze.

Gemeinsam für Pohlheim!